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19/11/2004

 

Lebenslang hinter Gitter - Höchststrafe für Mörder von Jessica

 

Meiningen (ddp). Fünf Monate nach der Ermordung der sechsjährigen Jessica ist der 39-jährige Angeklagte heute zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Meiningen sah es als erwiesen an, dass der Mann das Mädchen nahe des südthüringischen Metzels sexuell missbraucht und anschließend brutal getötet hat. Die Kammer verhängte die Höchststrafe und ordnete eine anschließende Sicherungsverwahrung an. Eine verminderte Schuldfähigkeit schlossen die Richter aus. Der mehrfach wegen Missbrauchsdelikten vorbestrafte Täter hatte sich nach der Tat bei der Polizei gestellt und das grausige Verbrechen gestanden. Auf Grund seiner Angaben ging das Gericht davon aus, dass der Verurteilte am 22. Juni das mit ihm bekannte Mädchen auf dem Heimweg vom Kindergarten abfing und in seinem Auto mitnahm, um sich an ihm sexuell zu vergehen. Er habe das Mädchen in ein Waldstück gelockt und gezwungen, sein entblößtes Geschlechtsteil zu berühren.

Auf dem Rückweg beschloss der Mann nach Überzeugung des Gerichts, das Kind zu töten. Er habe befürchtet, entdeckt zu werden, da sich eine Person mit Hunden näherte. Der Mann habe das Mädchen zunächst mehrfach gewürgt und anschließend 18-mal gezielt mit dem Schraubendreher auf den Oberkörper des sterbenden Kindes eingestochen. Ein Stich habe das Herz, zwei Stiche hätten die Lunge des Mädchens getroffen. Die Kammer sah damit den brutalen Mord zur Verdeckung einer anderen Straftat als erwiesen an.

19.11.2004 SR, aus E110.de