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Meiningen (ddp).
Fünf Monate nach der Ermordung der sechsjährigen
Jessica ist der 39-jährige Angeklagte heute zu einer
lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht
Meiningen sah es als erwiesen an, dass der Mann das Mädchen
nahe des südthüringischen Metzels sexuell missbraucht
und anschließend brutal getötet hat. Die Kammer
verhängte die Höchststrafe und ordnete eine anschließende
Sicherungsverwahrung an. Eine verminderte Schuldfähigkeit
schlossen die Richter aus. Der mehrfach wegen Missbrauchsdelikten
vorbestrafte Täter hatte sich nach der Tat bei der Polizei
gestellt und das grausige Verbrechen gestanden. Auf Grund
seiner Angaben ging das Gericht davon aus, dass der Verurteilte
am 22. Juni das mit ihm bekannte Mädchen auf dem Heimweg
vom Kindergarten abfing und in seinem Auto mitnahm, um sich
an ihm sexuell zu vergehen. Er habe das Mädchen in ein
Waldstück gelockt und gezwungen, sein entblößtes
Geschlechtsteil zu berühren.
Auf dem Rückweg
beschloss der Mann nach Überzeugung des Gerichts, das
Kind zu töten. Er habe befürchtet, entdeckt zu werden,
da sich eine Person mit Hunden näherte. Der Mann habe
das Mädchen zunächst mehrfach gewürgt und anschließend
18-mal gezielt mit dem Schraubendreher auf den Oberkörper
des sterbenden Kindes eingestochen. Ein Stich habe das Herz,
zwei Stiche hätten die Lunge des Mädchens getroffen.
Die Kammer sah damit den brutalen Mord zur Verdeckung einer
anderen Straftat als erwiesen an.
19.11.2004 SR,
aus E110.de
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