
| Policier lourdement chargé |
Polizist schwer belastetIm Fall des in Portugal vermissten britischen Mädchens Madeleine ist es zu einer weiteren überraschenden Wendung gekommen: Dem Chef-Ermittler wird vorgeworfen, in einem früheren Fall Zeugenaussagen manipuliert zu haben. Auch damals ging es um ein verschwundenes Kind.
Hamburg - Wie die britische Tagszeitung "Times" heute berichtet, werden Chef-Ermittler Goncalo Amaral und vier weitere Polizeibeamte verdächtigt, in einem früheren Fall Zeugenaussagen mit Gewalt erzwungen, Beweismittel unterschlagen und Unterlagen gefälscht zu haben. Joanas Mutter Leonor habe nun schwere Vorwürfe erhoben, meldet das Blatt. Ihr Geständnis sei von den Polizisten mit Gewalt erzwungen worden. Auch habe ihrer Vernehmung kein Anwalt oder Staatsanwalt beigewohnt. Der zuständige Bezirksstaatsanwalt hat der "Times" zufolge gestern Abend bestätigt, dass gegen fünf Polizisten ermittelt werde. Gleichwohl wurde Chef-Ermittler Amaral bislang nicht vom Fall der vermissten Madeleine abgezogen, wie die Zeitung schreibt. Die Eltern der entführten Vierjährigen, Kate und Gerry McKann, die in der vergangenen Woche noch in Berlin um Hilfe bei der Suche nach ihrer Tochter geworben hatten wurden laut "Times" gestern über die Ermittlungen gegen die Beamten informiert. "Sie können sich nicht erinnern, Goncalo Amaral persönlich kennen gelernt zu haben, aber die Vorwürfe beunruhigen sie natürlich", sagte ein Sprecher der Familie der "Times." Gleichzeitig wurde bekannt, dass eine Zeugin das vermisste Mädchen an einer Tankstelle in Marokko gesehen haben will. Der "Times" zufolge wurde die Frau aber noch nicht von der Polizei vernommen. Die Ermittler warteten noch immer auf Überwachungskamera-Aufnahmen der Tankstelle bei Marrakesch, hieß es. jdl |
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| Dernière mise à jour : ( 22-07-2011 ) |
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