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Mütter entführen Kinder viel häufiger als Väter
Tagesanzeiger vom 26. Januar 2010
Hinter zwei Drittel aller Entführungsfälle in der Schweiz steckt die Mutter. Dieses Jahr musste das Bundesamt für Justiz 101 Fälle behandeln.
Wenn in der Schweiz Kinder entführt werden, dann von der Mutter: Blick in eine Kinderkrippe.
Bild: Keystone
Zudem waren es in 90 Prozent der Fälle die Mütter, die das Besuchsrecht verweigerten, wie das Bundesamt für Justiz am Dienstag mitteilte. Die Zentralbehörde zur Behandlung internationaler Kindsentführungen behandelte 217 Fälle.
Wie in den vorangegangenen Jahren richtete die Zentralbehörde auch 2009 deutlich mehr Anträge ans Ausland als sie vom Ausland erhielt. Im vergangenen Jahr übermittelte die Behörde unter anderem zehn Gesuche an Italien, neun an Deutschland und sieben an die USA.
Anträge an die Schweiz kamen hauptsächlich aus Frankreich, den USA, Deutschland, Belgien, Spanien, Grossbritannien und Italien. Insgesamt behandelte die Zentralbehörde im vergangenen Jahr 217 Fälle.
Viele Fälle aus dem Vorjahr
115 Fälle wurden aus dem Vorjahr übernommen. Von den 101 neuen Anträgen betrafen 73 die Rückführung von Kindern und 29 die Ausübung des Besuchsrechts. Entführender Elternteil war in 66 Prozent der Fälle die Mutter.
Bei der Verweigerung des Besuchsrechts lag der Anteil der Mütter gar bei 90 Prozent. Von den neuen Rückführungs- und Besuchsanträgen waren laut Mitteilung 143 Kinder betroffen. Ihr Durchschnittsalter lag bei rund sieben Jahren. (tan/ddp)
Mütter entführen Kinder viel häufiger als Väter
Hinter zwei Drittel aller Entführungsfälle in der Schweiz steckt die Mutter. Dieses Jahr musste das Bundesamt für Justiz 101 Fälle behandeln.
Zudem waren es in 90 Prozent der Fälle die Mütter, die das Besuchsrecht verweigerten, wie das Bundesamt für Justiz am Dienstag mitteilte.
Die Zentralbehörde zur Behandlung internationaler Kindsentführungen behandelte 217 Fälle.
Wie in den vorangegangenen Jahren richtete die Zentralbehörde auch 2009 deutlich mehr Anträge ans Ausland als sie vom Ausland erhielt. Im vergangenen Jahr übermittelte die Behörde unter anderem zehn Gesuche an Italien, neun an Deutschland und sieben an die USA.
Anträge an die Schweiz kamen hauptsächlich aus Frankreich, den USA, Deutschland, Belgien, Spanien, Grossbritannien und Italien.
Insgesamt behandelte die Zentralbehörde im vergangenen Jahr 217 Fälle.
Viele Fälle aus dem Vorjahr
115 Fälle wurden aus dem Vorjahr übernommen. Von den 101 neuen Anträgen betrafen 73 die Rückführung von Kindern und 29 die Ausübung des Besuchsrechts. Entführender Elternteil war in 66 Prozent der Fälle die Mutter.
Bei der Verweigerung des Besuchsrechts lag der Anteil der Mütter gar bei 90 Prozent. Von den neuen Rückführungs- und Besuchsanträgen waren laut Mitteilung 143 Kinder betroffen. Ihr Durchschnittsalter lag bei rund sieben Jahren. (tan/ddp)
Tagesanzeiger vom 26. Januar 2010
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