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Tatverdächtiger für Sexualdelikt in Rheine ermittelt |
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Rheine (ddp). Fast ein Jahr nach der Entführung und dem versuchten Missbrauch eines zehnjährigen Jungen aus einer Jugendherberge in Rheine ist ein Tatverdächtiger ermittelt worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Steinfurt mitteilten, ergibt sich anhand von DNS-Spuren ein dringender Tatverdacht gegen einen 29 Jahre alten Mann aus Rheine. Der Tatverdächtige sitzt bereits seit Oktober 2009 wegen Eigentums- und Betäubungsmitteldelikten in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen machte er bislang keine Angaben.
Der Tatverdächtige soll Mitte Juni 2009 an einem Wochenende den Schüler verschleppt und versucht haben, sich an ihm zu vergehen. Dabei trug er den schlaftrunkenen Jungen in einen nahe gelegenen Park. Dort forderte er den Zehnjährigen auf, sich auszuziehen. Der Junge tat dies, flüchtete dann aber. Der Täter hatte sich den Angaben zufolge nicht an dem Kind vergangen.
Zudem steht der Mann im Verdacht, bereits 2001 in zwei Wohnungen in Rheine eingedrungen zu sein und dort gezielt Jungen in deren Zimmern aufgesucht zu haben. Dort soll er den Angaben zufolge die Jungen angesprochen und aufgefordert haben, ihn zu begleiten. Als die Kinder sich weigerten und laut um Hilfe riefen, flüchtete der Mann. Zudem soll der 29-Jährige im April 2009 in eine weitere Wohnung eingedrungen sein und dort in das Zimmer eines ebenfalls Zehnjährigen gegangen sein. Auch in diesem Fall floh er wieder aus der Wohnung, ohne dass es zu einem sexuellen Übergriff kam.
Auf die Spur des Mannes waren die Ermittler durch DNS-Spuren gekommen, die an der Kleidung des aus der Jugendherberge entführten Jungen sichergestellt wurden. Insgesamt waren 3300 Männer überprüft worden.
Hinweise auf eine Verbindung zu dem Mordfall «Dennis» gibt es nach Angaben der Ermittlungsbehörden nicht, da der 29-Jährige aufgrund seine Alters nicht dafür in Frage komme. Dennis war 2001 aus dem Schullandheim Wulsbüttel (Niedersachsen) entführt und zwei Wochen später tot aufgefunden worden. Der unbekannte Täter soll zudem seit 1992 vier weitere Jungen getötet und 36 Mal Kinder in Schullandheimen, Zeltlagern und Einfamilienhäusern in Norddeutschland missbraucht haben.
27.03.2010 FR, E110.de
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Letzte Aktualisierung ( mercredi, 24 août 2011 )
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