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Spurlos verschwunden In NRW werden jährlich Tausende Kinder vermisst gemeldetDortmund (ddp-nrw). Es war wie an so vielen anderen Tagen zuvor. Unweit ihres Elternhauses schlenderte Sandra Niemczyk am 26. April 1995 in der Dortmunder Innenstadt herum. Auf die Rückkehr der Zehnjährigen wartete ihre Mutter jedoch vergeblich. Wie Sandra verschwanden allein im vergangenen Jahr in NRW 3364 Kinder. Doch sie alle kehrten schließlich nach Hause zurück. Sandras Mutter hingegen weiß auch über zwölf Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter nicht, was mit ihr geschah. Mit großen runden Kinderaugen schaut Sandra von dem Fahndungsplakat, mit dem die Polizei seit 1995 nach ihr sucht. Auf zahlreichen deutschen wie ausländischen Vermisstenseiten im Internet ist das Bild inzwischen zu sehen und auch im Büro der Vermisstenstelle bei der Dortmunder Polizei hängt es an der Wand. «Es erinnert uns daran, dass wir den Fall noch nicht gelöst haben», sagt Wolfram Frebel, der seit zwei Jahren in der Vermisstenstelle arbeitet. Rund 60 verschiedenen Hinweisen ging die Polizei nach Sandras Verschwinden nach. Eine heiße Spur oder gar einen dringenden Tatverdacht habe es jedoch nie gegeben, sagt Barbara Kunze von der Dortmunder Staatsanwaltschaft. (..) Neben Sandra gelten derzeit zwei weitere Kinder in NRW als langzeitvermisst. Der zwölfjährige Emin Önen aus Kerpen hatte im Mai 1993 einen Freund besuchen wollen und war nie wieder gesehen worden. Ein knappes Jahr nach Sandra, am 13. Februar 1996, verschwand zudem die damals achtjährige Deborah Sassen aus Düsseldorf. Ob die drei Kinder Opfer eines Gewaltverbrechens wurden, ist bis heute unklar. Die Akten der drei vermissten Kinder sind daher immer noch nicht geschlossen. «Mord verjährt nie», sagt Frebel, und ein solches Kapitalverbrechen sei nicht auszuschließen. Immer wieder würden daher die Akten hervorgeholt, in der Hoffnung, einen neuen Ansatzpunkt zu finden. Im Zusammenhang mit Sandras Verschwinden gab es zwar seit Anfang 1996 keine neuen Hinweise mehr. «Aber wenn es beispielsweise neue Techniken wie verbesserte DNA-Analysen gibt, dann rollen wir solche Fälle wieder auf», berichtet Frebel. Das seien sie auch den Angehörigen schuldig, sagt der Polizeibeamte. «Es ist schlimm, wenn man einer Mutter sagen muss, dass ihr Kind ermordet wurde. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass Eltern lieber hören würden, dass ihr Kind tot ist, als weiterhin mit der Ungewissheit zu leben.» Vage Hoffnungen, die sich Angehörige von Vermissten auch nach Jahren noch machten, verhinderten einen wirklichen Abschluss, ist Frebel überzeugt. «Die Menschen wollen Abschied nehmen, und sei es bei einer Beerdigung.» 04.11.2007 Sab, E110.de Des milliers d'enfants sont signalés disparus chaque année rien que dans le Land du Nordrhein WestfalenSandra Niemczyk, alors âgée de 10 ans, a disparu le 26 avril 1995. 60 informations sont parvenues à la police à cette époque, mais aucun nouvel indice n'est parvenu par la suite. La police affirme que de tels dossiers ne sont jamais fermés mais qu'on les réactive lorsqu'on reçoit un indice pouvant apporter des éléments sur la disparition de l'enfant. Comme Sandra, ce sont V enfants qui ont été signalés disparus l'an dernier, rien que dans le Land de Nordrhein Westfalen. Mais tous ont été retrouvés (Note du traducteur: pas tous vivants, hélas.) A côté du cas de Sandra, il y a aussi Emin Önen, 12 ans au moment de sa disparition de Kerpen , disparu en Mai 1993, ainsi que Deborah Sassen, 8 ans, de Düsseldorf. Pour un parent, cela reste terrible d'entendre que leur enfant est mort, mais l'ignorance de ce qu'il est devenu est encore plus intolérable: Les parents ne peuvent pas dire adieu à leur enfant, ne peuvent lui offrir une sépulture.
Trad. de FREDI |
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| Letzte Aktualisierung ( vendredi, 22 juillet 2011 ) |
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