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Prozessbeginn im Fall Pascal: Zwei Angeklagte wollen aussagen
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Saarbrücken (ddp). Im Prozess um den Missbrauch und den Mord an dem fünfjährigen Pascal sind offenbar 2 der 13 Angeklagten zur Aussage bereit. Zwei Frauen kündigten nach Prozessbeginn vor dem Saarbrücker Landgericht heute an, dass sie sich auch zur Sache äußern wollen. Eine von ihnen ist die Mutter eines ebenfalls missbrauchten neunjährigen Jungen, dessen Aussage den Fall erst ins Rollen brachte. Die behinderte Frau, die selbst in der Saarbrücker Kneipe «Tosa-Klause» von der Wirtin und Hauptangeklagten Christa W. als Prostituierte angeboten worden war, ist wegen Missbrauchs und Mordes angeklagt.

Brutale Vergewaltigung
Insgesamt stehen in Saarbrücken 13 Männer und Frauen im Alter zwischen 36 und 62 Jahren vor Gericht, sechs davon - vier Männer und zwei Frauen - wegen Mordes und Missbrauchs, die übrigen wegen Beihilfe. Die vier hauptangeklagten Männer sollen Pascal und mindestens zwei andere Kinder brutal vergewaltigt haben. Laut Anklage haben die beiden Frauen das Kind festgehalten und ihm, als es laut schrie, den Kopf in ein Kissen gedrückt.

Die übrigen Angeklagten, allesamt Gäste der Kneipe, halfen nach Auffassung der Staatsanwaltschaft, die Taten zu verbergen. In der Kneipe wurden häufig Kinder missbraucht sowie Frauen zur Prostitution angeboten. Die Leiche Pascals sei zunächst in einem Müllsack in der Kneipe «zwischengelagert» und dann in einer Sandgrube in Frankreich verscharrt worden. Sie wurde nie gefunden.

Die Angeklagten - zumeist Arbeitslose, Hilfsarbeiter oder Vorbestrafte - nahmen die detaillierte Auflistung der Taten weitgehend unbewegt und zum Teil grinsend zur Kenntnis. Der Prozess, zu dem bislang 102 Zeugen und 5 Sachverständige geladen sind, wird voraussichtlich einige Monate dauern.

20.09.2004 Ster, aus E110.de

Letzte Aktualisierung ( vendredi, 22 juillet 2011 )
 
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