
| Mediation: Mehr Rechte für die Väter |
Eine Mediation kann Ängste und Missverständnisse ausräumen, die auf beiden Seiten vorhanden sind, sagt der Jurist und Mediationsfachmann Christoph Wieser sagt. Kommt dazu: Der Mediator ist kein Richter, er muss keine Urteile fällen. Eine Mediation ist indes kein Allheilmittel und kann Konflikte nicht gänzlich verhindern. Daher nachfolgend ein par Tipps von Eltern und Fachleuten an Väter und Mütter, die sich für das gemeinsame Sorgerecht entscheiden:- Regeln Sie möglichst detailliert, wie Sie die Verantwortung im Alltag teilen, auch wenn Ihnen dies unnötig erscheint. Das gibt Sicherheit, sagt der Solothurner Familienanwalt Thomas Grütter. Zu den wichtigen Themen gehören laut Grütter etwa: Wann das Kind wie lange bei welchem Elternteil weilt, wie Sie sich gegenseitig austauschen und wichtige Entscheide (Schule, Erziehung, Gesundheit) fällen. - Legen Sie fest, wer für welche Bereiche (etwa sportliche Aktivitäten, Hobbys) zuständig, ist und respektieren Sie diese Grenzen. - Anerkennen Sie die Grundregel, wonach derjenige Elternteil, bei dem sich das Kind aufhält, alltägliche Entscheide selber fällen darf. - Informieren Sie Institutionen wie etwa die Schule, damit der Informationsfluss an beide Elternteile gewährleistet ist. - Machen Sie ab, wie Sie vorgehen, wenn es mit der Kommunikation nicht mehr klappt. Holen Sie Rat bei Fachleuten, möglichst nicht bei Freunden. Diese sind in der Regel parteiisch; auch zeigt die Erfahrung, so Psychologin Liselotte Staub, dass Ratschläge aus dem Bekanntenkreis bestehende Konflikte eher anheizen als klären.
Tages-Anzeiger unter "Sozial & Sicher" (Seite 46), 15.03.2010 |
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| Letzte Aktualisierung ( vendredi, 22 juillet 2011 ) |
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