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Parents violents: contrôles par les Autorités
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Mehrheit der Deutschen für behördliche Kontrollen gewalttätiger Eltern
Kinderschutzbund hält Unterstützung der Familien für hilfreicher

Hannover (ddp). Um Kindesmisshandlungen besser verhindern zu können, sollten deutsche Behörden einer Umfrage zufolge die Haushalte auffällig gewordener Eltern regelmäßig kontrollieren. Wie eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Nachrichtenagentur ddp ergab, halten es 90 Prozent der Deutschen für richtig, dass der Staat in solchen Fällen den Eltern auf die Finger schaut. Nur acht Prozent lehnen behördliche Kontrollen in den Wohnungen der Familien ab. Auch der Deutsche Kinderschutzbund ist gegen systematische Kontrollen. Es sei zwar notwendig, «das System staatlicher Erziehungshilfen auf Lücken zu untersuchen», doch für die meisten Eltern sei Unterstützung hilfreicher als Kontrollen, sagte die Fachreferentin Gewalt gegen Kinder beim Kinderschutzbund, Katharina Abelmann-Vollmer.

In Ostdeutschland fordern der Umfrage zufolge sogar 94 Prozent der Bürger staatliche Überprüfungen (West: 89 Prozent). Insgesamt sind die Frauen stärker um die Unversehrtheit der Kinder besorgt. 94 Prozent befürworten behördliche Kontrollen in Haushalten mit einschlägig auffällig gewordenen Eltern. Von den Männern halten 85 Prozent solche Kontrollen für richtig.

Hintergrund für die Befragung von bundesweit insgesamt 500 Personen waren aktuelle Fälle von Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern wie der Fall Jessica. Sie starb im März nach jahrelangem Martyrium. Bei ihrem Tod wog die Siebenjährige noch rund neun Kilo. Ihre Eltern müssen sich wegen Mordes in Hamburg vor Gericht verantworten.

Wichtig sind auch "nachbarschaftliche Kontrolle und Erziehungsangebote
Abelmann-Vollmer betonte, wichtig sei auch eine funktionierende «nachbarschaftliche Kontrolle» um schwere Misshandlungen von Kindern wie bei Jessica früh entdecken zu können. Die Aufgabe von Behörden wie den Jugendämtern müsse sein, «verschiedene Erziehungsangebote zusammenzubringen und zu organisieren». Sie betonte: «Die Verantwortung für Kinder tragen alle Menschen.»

Die Kinderschutzbund-Referentin verwies darauf, dass viele Eltern angesichts der Anforderungen bei der Erziehung verunsichert seien. Wenn dann «schwierige Lebensbedingungen wie enger Wohnraum, Arbeitslosigkeit oder hohe Berufsbelastung» hinzukämen, fühlten sich viele Eltern «allein gelassen».

Nachbarschaftliche Hilfe und staatliche Angebote müssten zusammenwirken. Allerdings dürften die Angebote, die «in den vergangenen zehn Jahren bereits stark gekürzt wurden, nicht noch weiter zurückgefahren werden».

28.08.2005 ib, aus E110.de

Last Updated ( samedi, 29 janvier 2011 )
 
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