www.fredi.org Accoglienza arrow Scomparse arrow Fascicoli aperti arrow KNOBLOCH Peggy, 9, DE, 2001 arrow Et si Peggy vivait encore?
 
   
Urgence disparition
Accoglienza
La Fondazione
Attualità
Scomparse
Allarme rapimento
Letture raccomandate
Nessi
25 maggio
Statistiche
Contatto
Archivi
Ricercare
Aiutateci
Prevenzione
Non dimentichiamoli…
Image aléatoire
Langue:
FrançaisDeutschEnglishItalian
Fredi.org sur Facebook

Groupe en français

Gruppe in Deutsch

 
Et si Peggy vivait encore?
--- Nessuna traduzione disponibile per questo articolo ---

Und wenn Peggy noch lebte ?

Als die Staatsanwaltschaft im Hof einen 26Jähriger für den Mord an Peggy zur Last gehtl, sagte sein Verteidiger :

«Es gibt keine Zeugen, keine Spuren, keinen Leichnam», sagte Anwalt Walter Bagnoli. Logische Konsequenz für ihn: Der Angeklagte muss vom Mordvorwurf freigesprochen werden.

Am Ende seines zweieinhalbstündigen Plädoyers, in dem er sich dramaturgisch geschickt mit seinem Kollegen Wolfgang Schwemmer abwechselte, sagte Bagnoli: «Ich habe Zweifel an der Tat, Zweifel am vorgeworfenen Geschehen, Zweifel daran, dass hier überhaupt der Richtige sitzt!» Für ihn war noch nicht einmal der Umstand bewiesen, dass Peggy überhaupt tot ist. Laut BKA gebe es in Deutschland 900 dauerhaft vermisste Kinder, 400 darunter seien seit mehr als einem Jahr verschwunden. «In diese Reihe», sagte Bagnoli und wandte sich an Peggys Mutter Susanne, «ist wohl auch Peggy einzureihen».

Keine Zeugen vorhanden
Das Plädoyer ließ den Antrag von Staatsanwalt Gerhard Heindl, den Aushilfskellner wegen erwiesenen Verdeckungsmordes lebenslang ins Gefängnis zu stecken, in einem neuen Licht erscheinen. Dafür genügte eine einzige Feststellung: «All das, was hier erzählt worden ist, sind ausschließlich Erzählungen unseres Mandanten, die durch niemanden bestätigt worden sind.» Tatsächlich gibt es nicht einen Zeugen, der die Verfolgungsjagd, bei der der Gastwirtssohn Peggy angeblich wegen eines sexuellen Missbrauchs um Entschuldigung bitten wollte, beobachtet oder die Schreie des flüchtenden Kindes gehört hat.

Noch einmal erinnerte Bagnoli daran, dass unmittelbar nach Peggys Verschwinden befragte Schulkameraden felsenfest behaupteten, sie hätten das Mädchen noch lange nach der angeblichen Tat in Lichtenberg gesehen. «Ja, haben die denn alle Halluzinationen?», fragte der Jurist. Weitere Gründe, warum Ulvi K. nach Auffassung seiner Verteidiger, den «perfekten Mord» eben nicht begangen haben kann, lieferten dessen psychische und physische Verfassung.

Kein glaubhaftes Geständnis
Eindrucksvoll schilderte Bagnoli, wie der 95-Kilo-Mann angeblich hinter dem flinken Kind herhastete, es umbrachte und versteckte - und nur Minuten darauf seelenruhig Holz bei einem Bekannten schichtete und später Kuchen austrug. Und wie er nach dem Mord zu seinem Vater lief und ihn aufforderte, eine Decke mitzunehmen, um Peggy fortzuschaffen: «Er hat einen Intelligenzquotienten von 67 und hat sofort einen Plan?», fragte Bagnoli. Aus diesen Gründen sei das Geständnis nicht glaubhaft.. Es sei durch Täuschung und Suggestivfragen der vernehmenden Beamten zustande gekommen."

Aus E110.de, von 29.04.2004


Die Stiftung FREDI hat Zeugnis einer Korrespondantin aus Deutschland erhalten, wo Peggy lebendig gesehen können hätte.

Sie hat sofort an die Polizei Hof einen E-Mail, dann einen eingeschriebenen Brief gesandt, bis dann ohne Antwort geblieben.

Interpol wurde auch informiert.

Ein neuer Brief dieser Zeugin ist an die Stiftung Anfang April angekommen.

Erneut hat die Stiftung FREDI an die Soko Peggy einen E-mail geschrieben, sie bietet dass die gegebenen Spuren dieser deutschen Zeugin nach CS analysiert werden und dass man nicht irgenwelchen Täter annimmt, nur um den Dossier schliessen können.

Die Stiftung FREDI hat auch mit der deutschen Presse Kontakt genommen, da die deutsche Polizei keine Antwort anbringt.

Die VP der Stiftung FREDI, 30.04.2004


«Er hatte das passende Motiv» Lebenslange Haft wegen Mordes an Peggy

Hof (ddp). Am Ende wendet sich der Vorsitzende Richter Georg Hornig direkt an den Angeklagten: «Wir sind der Überzeugung, dass Sie Peggy Knobloch umgebracht haben.» Starr und äußerlich unbewegt blickt der Gastwirtssohn aus dem oberfränkischen Lichtenberg zu dem Mann hinter der Richterbank auf. Dafür zittern die Hände seiner Anwälte.

Die beiden Männer schwitzen. Nach sechs Monaten harten Ringens um die Wahrheit in dem Aufsehen erregenden Indizienprozess haben sie ihr Ziel nicht erreicht. Ihr Mandant wurde am heute wegen Mordes an Peggy Knobloch vom Landgericht Hof zu lebenslanger Haft verurteilt. Rechtsanwalt Walter Bagnoli und sein Kollege Wolfgang Schwemmer kündigen direkt nach der anderthalbstündigen Urteilsbegründung Revision gegen den Schuldspruch an.

Geständnis des Angeklagten
Bis um 9.05 Uhr, dem Zeitpunkt, an dem der Vorsitzende der Jugendkammer mit der Verlesung des Urteils beginnt, ist alles offen: «Es gibt keine Zeugen, keine Spuren, keinen Leichnam», hatten zwei Tage zuvor die Strafverteidiger die Zweifel an der Schuld ihres Mandanten begründet. Doch als Hornig zu reden beginnt, zählt nur noch das Geständnis des geistig behinderten Angeklagten. Hornig nennt es trotz eines Widerrufs des 26-Jährigen «glaubwürdig» und in seinem Detailreichtum nachvollziehbar. Und vor allem: «Der Angeklagte hatte das passende Motiv.»

Drei Jahre sind vergangen seit jenem trüben Mai-Tag 2001, an dem Peggy bis heute spurlos aus dem idyllischen Lichtenberg verschwand. Was damals mutmaßlich geschah, berichtet Hornig noch einmal: «Der Angeklagte hatte auf Peggy gewartet, um sich bei ihr für einen früheren sexuellen Missbrauch zu entschuldigen. Sie rannte weg, schrie. Er fürchtete Entdeckung und Bestrafung. Da spätestens fasste er den Entschluss, sie zu töten.»

Den späteren Widerruf und die Begründung, er habe bei seinem Geständnis einfach «seine Ruhe» vor den Polizeibeamten haben wollen, lässt Hornig nicht gelten. Unzulässige Vernehmungsmethoden oder gar Täuschung durch die Behauptung, angeblich Blutflecken auf einem Arbeitsoverall des Angeklagten gefunden zu haben, habe es nicht gegeben.

Unglaubwürdige Zeugen
Fassungslos schütteln die Anwälte während der Urteilsbegründung die Köpfe. «Unsere Zweifel, alle entlastenden Zeugen sind schlicht weggeräumt worden», sagt Schwemmer später. Da waren die Kinder, die Peggy noch nach der vermeintlichen Tatzeit am 7. Mai zwischen 13.15 und 13.30 Uhr in Lichtenberg gesehen haben wollen. Für den Richter sind sie unglaubwürdig.

Und da sind die drei Einheimischen, die Ulvi K. ein Alibi für die fragliche Zeit geben. Doch Hornig sagt: «Die Kammer hat den Eindruck, dass es im Ort Absprachen gegeben hat.» Und was ist mit den Zeugen, die Peggy noch nach ihrem Verschwinden in der Türkei gesehen haben wollen? Hornig betont: «Sie haben sich getäuscht.»

Für die Staatsanwaltschaft ist der Schuldspruch aufgrund reiner Indizien ein Triumph, obwohl der Aushilfskellner wegen des ihm nachgewiesenen zwölffachen sexuellen Missbrauchs von Kindern frei gesprochen wird. Er habe möglicherweise im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt. Da von ihm jedoch auch weiterhin «erhebliche Taten mit sich steigernder Gewaltbereitschaft» zu erwarten seien, hält Hornig die Behandlung in einem psychiatrischen Krankenhaus für notwendig.

Erleichterung bei der Mutter
Nun muss sich voraussichtlich der Bundesgerichtshof mit dem Mordfall ohne Leiche befassen. Peggys Mutter, die drei Jahre vergeblich auf Antworten nach dem Verbleib ihrer Tochter gesucht hat, zeigte sich heute dennoch erleichtert. Sie sagte mit Blick auf die weiteren Missbrauchsfälle: «Auch wenn mein Kind nicht mehr lebt, zumindest den anderen Kindern ist Gerechtigkeit widerfahren.»

30.04.2004 Ster
aktualisiert: 10:54 Uhr, aus E110

Ohne Leiche geht es nicht» - Urteil im Peggy-Prozess stößt in Lichtenberg auf Unverständnis

Lichtenberg (ddp-bay). Die Schlossklause ist verrammelt, nur zwei einsame Tische stehen vor dem Vereinslokal des TSV Lichtenberg. Kein Tourist verirrt sich am Tag der Urteilsverkündung im Hofer Peggy-Prozess in das Frankenwald-Städtchen, wo die Eltern des Angeklagten eine Kneipe betreiben. Doch unter der beschaulichen Oberfläche brodelt es nach dem Schuldspruch der Schwurgerichtskammer, die Ulvi K. heute wegen Mordes an Peggy Knobloch zu lebenslanger Haft verurteilte.

«Der war es nicht - der ist doch viel zu blöd und viel zu dick dafür», ist von einer aufgebrachten Rentnerin zu hören. Die Eltern des geistig behinderten Aushilfskellners haben sich verschanzt, sie misstrauen den Medien - wie die meisten der Lichtenberger.

Sexuelle Übergriffe auf Kinder
Der Anwalt von Peggys Mutter Susanne Knobloch, Udo Freier, hatte den Bürgern in seinem Plädoyer vorgeworfen, eine Mauer des Schweigens aufgebaut zu haben. Der Grund: Viele in dem 1000-Seelen-Ort an der bayerisch-thüringischen Grenze haben von den Übergriffen des 26-Jährigen auf Kinder gewusst, aber nicht reagiert.

«Er hat mit uns gelebt, wir haben ihn nicht ausgegrenzt», verteidigt sich dagegen Bürgermeister Dieter Köhler. Und er fragt: «Was hätten wir denn noch tun sollen, als die Staatsanwaltschaft nach einer Selbstanzeige Ulvis im Jahr 2001 das Verfahren wegen Schuldunfähigkeit niederschlug?» Es sei schon ein starkes Stück, wenn jetzt der Ankläger im Peggy-Prozess alle Zeugen, die den Gastwirtssohn entlasteten, als «Lügner» bezeichne.

Vorwurf: Gefühlskälte
Der Vorwurf der Gefühlskälte gegenüber den Angehörigen von Peggy und anderen missbrauchten Kindern, wie er im Verfahren häufig zu hören war, nagt an den Bürgern. Doch auch am Tag der Urteilsverkündung sind Kommentare wie diese zu vernehmen: «Sie wollen wissen, wo die Peggy ist? Fragen Sie doch die Mutter!», sagt eine Frau, die in der Kirchgasse gleich neben dem Haus lebt, in dem auch der Angeklagte eine Wohnung hatte.

Trotz Schuldspruchs durch das Gericht mag niemand der ehemaligen Nachbarn den scheinbar gutmütigen Ulvi verurteilen: «Bis zum tatsächlichen Beweis der Schuld muss jeder als unschuldig gelten», sagt ein Anwohner im Lichtenberger Neubaugebiet. Wie sein Begleiter will er anonym bleiben. Und die Frau von der Lottoverkaufsstelle betont: «Ohne Leiche geht es nicht.»

Wo ist Peggys Leiche?
Diese Frage beschäftigt auch den Bürgermeister weiter. Er schlägt jedoch versöhnliche Töne an: «Ich bedauere zutiefst die Mutter. Es muss furchtbar für sie sein, nicht zu wissen, wo ihre Tochter ist.» Die aus Lichtenberg fortgezogene Susanne Knobloch hofft nach dem Urteil mehr denn je, ihr Kind eines Tages doch noch beerdigen zu können: «Vielleicht kommt durch anonyme Zeugenaussagen jetzt ja doch noch heraus, wo sie ist.»

30.04.2004 Ster, E110.de

 

Ultimo aggiornamento ( vendredi 22 juillet 2011 )
 
< Prec.
 
Derniers signalements
Affichage aléatoire des derniers signalements et signalements réactualisés

HERTEL Nadine
   
 
 
 
© Copyright 1995-2012 FREDI.org | pelloquin.com >> the web factory | login | site map