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Disco-Mord an 16-Jähriger: Nach sieben Jahren aufgeklärt |
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Disco-Mord an 16-Jähriger: Nach sieben Jahren aufgeklärt
Verden (ddp). Knapp sieben Jahre nach dem Mord an einem 16-jährigen Mädchen aus Visselhövede in Niedersachsen ist der Täter gefasst. Wie die Staatsanwaltschaft Verden am Montag mitteilte, hat ein heute 40 Jahre alter Mann aus Walsrode die Tat gestanden. Die Polizei nahm den Beschuldigten bereits am vergangenen Donnerstag fest.
Die Jugendliche war im Juli 2002 nach einem Discobesuch verschwunden und zwei Tage später tot in einem Teich gefunden worden. Bei der Obduktion wurden Spuren von Gewalteinwirkung festgestellt. Die eigentliche Todesursache war jedoch Ertrinken.
Durch Falschaussage aus Schlinge gezogen
Der Beschuldigte war bereits kurze Zeit nach der Tat ins Visier der Ermittler geraten, da er offenbar der Letzte war, der das Mädchen nach dem Besuch in der Disco lebend gesehen hatte. In zahlreichen Vernehmungen hatte er den Angaben zufolge zunächst falsche Angaben gemacht und sich in Widersprüche verstrickt.
Vor wenigen Wochen stießen die Ermittler dann auf ein Sexualdelikt an der Ex-Freundin des Mannes, das Parallelen zu dem Fall aufwies. Die Staatsanwaltschaft Verden erließ Haftbefehl sowohl wegen der Sexualstraftat an der Ex-Freundin als auch wegen Mordes an der 16-Jährigen.
Tathergang geschildert
Bei seiner anschließenden Vernehmung gab der Beschuldigte an, dass er die Jugendliche nach einem Streit am Teich zunächst festgehalten, gewürgt und schließlich unter Wasser gedrückt habe, bis sie sich nicht mehr bewegt habe. Er habe das Mädchen aber nicht töten wollen, sagte der Tatverdächtige.
06.04.2009 Ta, E110.de

Täter immer noch gesucht: Mord an 16-Jähriger: Neue Erkenntnisse durch neue Technik?
Verden (ddp-nrd). Sechseinhalb Jahre nach dem Mord an der 16-jährigen Sybille aus Visselhövede rechnet die Staatsanwaltschaft Verden bald mit neuen Erkenntnissen in dem Fall. Derzeit würden Bekleidungsstücke des Opfers mit Hilfe neuester Methoden auf DNA-Spuren des Täters untersucht, sagte Oberstaatsanwalt Jann Scheerer am Dienstag. Mit den Ergebnissen werde in ein bis zwei Monaten gerechnet. Es werde erwartet, dass molekulargenetisches Material des Täters gefunden werde. Somit könnte dieser möglicherweise überführt werden.
Die Ermittler setzen auf ein neuartiges «wash»-Verfahren. Dabei wird Ethanol verwendet, um DNA zu isolieren. Mit der Methode können die kleinsten Partikel gefunden werden. Unterdessen lehnte die Staatsanwaltschaft die Anfrage einer Fernseh-Produktionsfirma nach einer Drehgenehmigung im Mordfall Sybille ab. Der Film sollte im Rahmen einer neuen Dokuserie über reale deutsche Mordfälle gesendet werden. Die Staatsanwaltschaft begründete ihre Verweigerung damit, dass die Ermittlungen nach wie vor mit Hochdruck liefen.
Keine neuen Verdächtigen
Sibylle war am 21. Juli 2002 nach einem Diskobesuch verschwunden und zwei Tage später tot in einem Teich gefunden worden. Bei der Obduktion wurden Spuren von Gewalteinwirkung festgestellt. Die eigentliche Todesursache war jedoch Ertrinken. Hinweise auf ein Sexualverbrechen gab es nicht. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter im Visselhöveder Umfeld zu finden ist. Scheerer betonte, die bisherigen Verdächtigen stünden weiterhin im Fokus der Ermittler.
07.01.2009 Ta, E110.de
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