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Lebenslang - Prozess um Tötung der zehnjährigen Desiree
Gera (ddp). Mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze betrat der Angeklagte den Schwurgerichtssaal des Landgerichts Gera. Wie an den vorangegangenen 16 Verhandlungstagen in dem Indizienprozess um den gewaltsamen Tod der zehnjährigen Desiree aus Jena zeigte er auch heute sein Gesicht erst, nachdem das Heer von Fotografen und Kamerateams den Saal verlassen hatte. Das Gericht verurteilte den 28-Jährigen zu lebenslanger Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge in Tateinheit mit versuchtem sexuellem Missbrauch und versuchter Vergewaltigung.
Zudem ordnete die Strafkammer Sicherungsverwahrung an. In das Strafmaß floss die 13-jährige Haftstrafe ein, die der Verurteilte derzeit wegen Vergewaltigung von drei Frauen zwischen Oktober 2001 und Juni 2002 verbüßt. Damit folgte das Gericht weitgehend dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Auch Desirees Eltern zeigten sich mit dem Urteil zufrieden.
Kein Tötungsvorsatz
as Gericht war überzeugt, dass der Verurteilte die Zehnjährige am 9. Februar 2002 unweit der Wohnung ihrer Eltern aus sexuellem Verlangen überfallen hat. Während er über sie herfiel, habe er zugleich Druck auf den Hals ausgeübt. Dadurch habe Desiree keine Luft mehr bekommen, sei bewusstlos geworden und gestorben. Allerdings sehe die Kammer keinen Tötungsvorsatz.
Zwar gebe es «keinen direkten Beweis» für die Täterschaft, doch könne das Gericht nicht an eine Vielzahl von Zufällen glauben, machte Richter Reinhard Maul deutlich. Er führte die einschlägige Vorstrafe, die Nähe des Wohnortes des Angeklagten zum Tatort, die Kenntnis der Örtlichkeit und letztlich die an der Kleidung von Täter und Opfer gefundenen Faserspuren als entscheidende Indizien an. Obwohl es beim Thüringer Landeskriminalamt (LKA) «einige Fehler« gegeben habe, seien die textilen Spuren «eine tragfähige Grundlage für die Entscheidung» gewesen. Dabei konzentrierte sich das Gericht bei der Bewertung letztlich auf 51 Fasern von der Kleidung des Mädchens und des Verurteilten.
Der Verteidiger kündigte bereits Revision an, da er die Beweiswürdigung durch das Gericht nicht teile. Ein solches Urteil auf der Basis von Faserspuren halte er für »nicht akzeptabel». Sein Mandant beteuere nach wie vor, Desiree nicht umgebracht zu haben.
07.04.2005 Ster
Perpétuité pour le meutrier de Désirée, 10 ans, de Jena
Le tribunal a condamné le meurtrier de Désirée à la perpétuité. Il est accusé de lésions corporelles graves ayant entrainé la mort, avec tentative d'abus sexuel et de viol.
La prise de mesures de sécurité a été ordonnée et la peine ajoutée aux 13 ans dont l'individu avait été sanctionné pour le viol de 3 femmes, entre octobre 2001 et juin 2002, devançant ainsi les exigences du procureur et des plaignants. Les parents de Désirée se sont déclarés satisfaits.
Pas d'intention de tuer
Le tribunal reste persuadé que le condamné s'en est pris à Désirée pour l'abuser sexuellement. Pendant qu'il la kidnappait, non loin du domicile de ses parents, il aura pressé sur son cou et l'aura étranglée sans intention de la tuer.
Il n'y a, en réalité, aucune preuve directe concernant ce meurtre, mais le tribunal ne peut se résoudre à croire à une succession de hasards, mettant en avant les antécédents de l'individu, la proximité de son domicile par rapport au lieu du crime, sa connaissance des lieux et, enfin, les mêmes fibres textiles retrouvées sur l'homme et sur la victime.Et même si quelques erreurs ont été commises à la LKA de Thüringen, la similitude de 51 fibres textiles analysées a été un élément favorisant l'inculpation.
L' avocat du condamné annonce un recours, parce qu'il ne partage pas l'opinion du tribunal en ce qui concerne l'analyse des fibres textiles et parce que son client a toujours nié avoir tué Désirée.
trad. de FREDI
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