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Behördenskandal um den ermordeten Pascal
Warum vertraute das Jugendamt einer Kinderschänderin?
Von R. ÖZTÜRK und J. DAMSCH
Pascal (5) als fröhlicher Junge auf der Schaukel. Seine Eltern sind aus Saarbrücken weggezogen
Saarbrücken – Christa W. (50), die mutmaßliche Chefin des grausigen Kinderschänder-Rings von Saarbrücken – was kommt noch alles heraus?
Direkt gegenüber der „Tosa-Klause“, dem Treffpunkt der Kinderquäler, dem Tatort der Verbrechen, befindet sich das Landesjugendamt. Eine Jugendpflegerin wählte ausgerechnet die Wirtin (dreimal verheiratet) als Pflegemutter für einen kleinen Jungen (heute 7) aus. Der Junge, ein Freund von Pascal, musste angeblich Pornofilme anschauen, soll von mehreren Männern zum Sex gezwungen worden sein. Von „abartigsten Praktiken“ ist bei den Ermittlungen die Rede.
Wurden Warnsignale nicht beachtet?
Der Junge hatte Angst, vom Kindergarten nach Hause zu gehen. Die Erzieherinnen informierten das Jugendamt mehrfach. Aber geschehen ist nichts. Jugendamtssprecher Stefan Kiefer (38): „Die Aussagen waren nicht eindeutig. Es ging nie um sexuellen Missbrauch. Wir haben die Familie regelmäßig überprüft.“
Die Wirtin spielte nach außen die nette „Mama“. Auch, als sie als Schöffin für Jugendsachen ausgewählt wurde. Sie war ja nicht vorbestraft, konnte sich fein zurecht machen. Dabei lebte sie vom Geld, das Freier ihr für den Sex mit Kindern bezahlten.
Gestern wurden weitere, schreckliche Details bekannt: Der kleine Pascal (5) starb nach einem bizarren Sexritual in der „Tosa-Klause“ in Saarbrücken.
12 Männer und Frauen waren an diesem Abend zu Gast. Sie machten mit, schauten zu, wie der Junge missbraucht wurde. Dann brachten einige den Toten in die fünf Kilometer entfernte Kiesgrube.
aus http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2004/09/21/pascal
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