Schon mehreren Kindern die Opfer eines Sexualverbrechen wurden, konnte Dank dem Internet geholfen werden.

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Mit Hilfe von Google konnte ein Kind, welches in Not war, Aufmerksamkeit erwecken. Dies indem es die Wörter “kids” und “help” geschrieben hatte. Es war eine anonyme Nachricht in der das Kind sagte, es sei Opfer von Misshandlungen und wisse nicht was zu tun sei. Deshalb suchte das Kind dringende Hilfe.

Jede mit Computer gesendete Nachricht, auch anonyme, hinterlässt eine numerische Spur“. Laut Sprecher des nationlen Kooridnationszenres gegen die Ausbeutung der Kinder (CNCEE), ist diese Spur mit Hilfe eines Internetlieferantes nachvollziehbar.

Das Internet kann ein interessantes Mittel für eine Anzeige sein. Noch wird es von wenig Opfern benützt. Für ein ungeschütztes Kind, ist es oftmals seinen Angreifer anzuzeigen. Durchaus kommt es dazu, dass Familienkerne gebrochen werden. Das Internet bietet an dieser Stelle die Möglichekeit einen erwachsenen Begleiter für das  Kind zu finden, der diesen Schritt der Anzeige ohne Schuldgefühle machen kann.

Es ist nicht das erste Mal, dass sexuelle Angriffe per Computer angezeigt wurden. Seit etwa zwei Jahren dient die Site Cyberaide, Pankanadische Dienstleistung, (http://www.cyberaide.ca/app/fr/) der Anzeige von sexuellen Angriffen auf Kinder.

Seit seinem ersten Bestandsjahr sind mehr als 5700 Anzeigen von Kindermisshandlungen eingegangen. Sie wurden von Bekannten, Nachbarn oder Freunden gemacht, die sich um die Kinder sorgten. Es ist ein einfacheres Mittel als der Gang zur Polizei. Dadurch kann das Internet mehr und mehr als Präventionsmittel dienen.

Malorie Beauchemin für LA PRESSE 06 .01.2007