Die Veröffentlichung persönlicher Daten und der Datenschutz

préposé prot.données-de

 

Die Veröffentlichung persönlicher Daten über das Internet ist mit Blick auf den Datenschutz problematisch. Die Stiftung F.R.E.D.I war sich dieser Problematik von Anfang an bewusst. Deshalb hat sie das Dossier dem Büro des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten in Bern unterbreitet. Dessen Antwort war eindeutig.

Veröffentlichung von Fotos unbekannter oder vermisster Kinder im Internet

„An unserer Sitzung vom 30, Januar 2002 haben wir Ihre Anfrage behandelt, ob Sie auf Ihrer Webseite www.fredi.org Fotos von auf pornographischen oder pädophilen Webseiten gefundenen Kindergesichtern und Fotos von verschwundenen Kindern auf Ersuchen von deren Eltern veröffentlichen dürfen.

Die Veröffentlichung von Fotos unbekannter und vermutlich verschwundener Kinder und von Fotos vermisster Kinder – sofern deren Eltern dies verlangen – auf der Webseite Ihrer Stiftung ist aus Sicht des Datenschutzes als Umgang mit persönlichen Daten durch eine Privatperson einzustufen.

Eine solche Veröffentlichung kann die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen verletzen, es sei denn, sie könne anhand des Bundesgesetzes über den Datenschutz gerechtfertigt werden. Im Einzelfall kann dies dadurch erreicht werden, dass die Eltern (gesetzliche Vertreter der betroffenen Personen) schriftlich um die Veröffentlichung ersuchen, oder dadurch, dass ein öffentliches Interesse geltend gemacht wird, weil der Kampf gegen Kinderpornographie und Pädophilie dank der Identifizierung der Opfer besser geführt werden kann.“