Wieder Zunahme von Erpressungen mit Sexbildern und -videos

Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität KOBIK erhält wieder vermehrt Meldungen von Bürgern, welche mit Sexbildern und -videos erpresst werden

 

Was geschieht?

Eine unbekannte Person, meistens weiblich, nimmt auf Facebook oder einem andern sozialen Netzwerk Kontakt auf. Es gelingt ihr, den Kontakt auf Skype oder eine andere Form der Video-Telefonie zu verschieben und zu sexuellen Handlungen via Webcam anzuregen. Die vorgenommenen sexuellen Handlungen werden durch die Täterschaft aufgezeichnet und schliesslich wird gedroht, diese zu veröffentlichen, falls nicht eine bestimmte Summe bezahlt wird.

Was tun?

KOBIK empfiehlt, den Kontakt zu dieser Person sofort abzubrechen und keinesfalls auf die Erpressung einzugehen. Häufig wird nach einer ersten Bezahlung weiter Geld gefordert. Zudem stellen die Täter oftmals die Bilder oder Videos trotz Zahlung ins Internet.

Bei Kenntnis das Video bzw. Foto von der entsprechenden Plattform löschen zu lassen. Bei Facebook und Youtube zum Beispiel sind pornografische Inhalte nicht erlaubt und werden nach Meldung in der Regel relativ rasch gelöscht.

Um bei Youtube ein Video zu melden, kann unter dem Videoplayer auf die Schaltfläche „Melden“ geklickt werden. Anschliessend den Grund der Meldung auswählen und die Informationen entsprechend angeben. Um die Meldefunktion zu nutzen, muss man jedoch angemeldet sein. Es wird empfohlen, gleichzeitig auch das Meldeformular wegen Datenschutzverletzungen auszufüllen (https://support.google.com/youtube/contact/privacy2/).

Um ein betrügerisches Konto bei Facebook zu melden, klickt man auf diesem Profil die mit drei Punkten gekennzeichnete Schaltfläche, und wählt die Funktion „Melden/Blockieren“ aus (siehe Bild). Um andere missbräuchlichen Inhalte bei Facebook zu melden, befolgen Sie bitte folgende Anleitung: https://www.facebook.com/help/263149623790594.

Erstatten Sie Anzeige beim Polizeiposten an ihrem Wohnort. Die Zuständigkeit zur Strafverfolgung für dieses Delikt liegt bei den kantonalen Strafverfolgungsbehörden. Es empfiehlt sich, alle gesammelten Beweismittel wie Kontaktangaben, Printscreens von Chats etc. mitzunehmen. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Chancen an die Täter zu gelangen, in solchen Fällen leider oftmals gering sin

So schützen Sie sich im InternetKOBIK empfiehlt, im Internet immer misstrauisch zu sein, da man nie weiss, mit wem man es zu tun hat sowie generell niemals persönliche Daten an Unbekannte preiszugeben und keine intimen Details oder Bilder über das Internet zu versenden. Sind Bilder erst mal in fremden Händen, können sie jederzeit irgendwo im Internet auftauchen.

Im Juli vergangenen Jahres wurde zu dieser Form der Erpressung bereits gewarnt: Warnmeldung Erpressung „Sextortion“ Juli 2013

Letzte Änderung 17.07.2014

https://www.cybercrime.admin.ch/kobik/de/home/warnmeldungen/2014/2014-07-17.html