„Die verschwundenen Kinder werden leider selten wieder aufgefunden, weil ihre Personenbeschreibung nicht oder nur ungenügend verbreitet ist. Zu wenige Menschen kennen die Gesichter der Kinder, so dass diese nicht erkannt, nicht gemeldet, nicht lokalisiert und deshalb auch nicht aufgefunden werden können.“

Vorbemerkung

Nein, Internet ist nicht nur ein Sammelsurium von pornografischen, rassistischen, zur Gewalt aufrufenden Webseiten. Internet ist auch ein wunderbares  Kommunikationsmittel, sehr schnell und mit Tausenden Nutzern.

Zögern Sie, das Foto Ihres verschwundenen Kindes veröffentlichen zu lassen?

Sagen Sie sich, dass Sie – ob es nun entführt worden ist oder selbst geflohen ist – sehr daran interessiert sind, Ihr Kind schnellstens wieder zu finden; und dass die wirklichen Gefahren in der Strasse lauern und dass diese Gefahren  bedeutend grösser sind als die Gefahr eines möglichen Missbrauchs eines veröffentlichten Fotos.

  • Und sagen Sie sich, dass es glücklicherweise doch noch mehr anständige Leute als Schufte im Internet surfen..
  • Zögern Sie also nicht: Wenn ihr Kind verschwunden ist und Sie keinerlei Hinweise auf sein Verbleiben haben, nehmen Sie Kontakt auf mit einer Organisation wie F.R.E.D.I. für die Schweiz; F.R.E.D.I. leitet Ihre Meldung auch an eine ausländische Schwesterorganisation weiter. Melden Sie sich auch bei der Polizei und hinterlegen Sie dort Ihre Vermisstmeldung. Sie können bei jeder Polizeidienststelle oder über Telefon Nr. 117 vorbringen.

Wird ein Kind als vermisst gemeldet, gibt es vielen Menschen zu danken. Trifft es aber das eigene Kind, kann das verheerende Folgen haben.

So kann wegen eines erst spät ausgelösten Alarms, oder weil Ihnen der Polizeibeamte, dem Sie die Vermisstmeldung überbracht haben, nicht genau zugehört hat, das Kind erst sehr spät aufgefunden werden, vielleicht schon zu spät …

Das kann vorkommen in Ländern, in Regionen, wo die Polizei weder den Willen, noch die Kompetenz noch die nötige Ausbildung haben, eine Vermisstenanzeige ins Internet zu stellen.

Sogar in der Schweiz sind solche Fälle nicht selten: 2004 ( !) noch wurde eine von einem  Kanton veröffentlichte Vermisstmeldung in den andern Kantonen nicht zur Kenntnis genommen. (Die Schweiz ist ein Bundesstaat, der aus 26 Kantonen mit eigenen Hoheitsrechten gebildet ist)

Die ersten Stunden sind grausam –  und dies, obwohl die Zollgrenzen im Herzen Europas fallen!  

Eine schnelle Veröffentlichung auf dafür spezialisierten Webseiten wie derjenigen der Stiftung FREDI sowie auf Webseiten jener Region, wo der der Entführer und das Kind lokalisiert wurden (Flughäfen, Bahnhöfe, Grenzgebiete), erhöht die Chance, das Kind lebend aufzufinden.

Auf der Webseite von FREDI sind nicht nur die Personenbeschreibungen von Minderjährigen (unter 18 Jahre) und von jungen Erwachsen, die als vermisst gemeldet wurden, sondern auch die Angaben zu ihren zahlreichen internationalen Partnerorganisationen..

Eines der Ziele der Stiftung F.R.E.D.I. ist es, mittels der Veröffentlichung des Kinderfotos und der Personenbeschreibung jenes Publikum zu erreichen, das einen hilfreichen Betrag leisten oder gar mithelfen könnte, dass das Kind wieder in seine Familie zurückfindet.

  • Man könnte vom Foto Poster herstellen und diese an wichtigen Orten aushängen.
  • Man informiert die Stiftung F.R.E.D.I. oder die zuständige Polizeidienststelle über Beobachtungen in Bezug auf die Kindesentführung.

Die Webseite der Stiftung F.R.E.D.I. ist in keiner Weise Ersatz für jene der Polizei. (In der Schweiz haben noch nicht alle  Kantone eine Webseite oder freien Zugang zum Internet.)

Sie will eine zusätzliches Hilfsinstrument sein; Zielpublikum ist in erster Linie die Öffentlichkeit , auch wenn zahlreiche Polizisten sie besuchen.